Die Spielorte
In insgesamt neun Spielorten von Polokwane im Norden bis Kapstadt oder Cape Town im Südwesten des Landes wird die WM 2010 ausgetragen. Dabei stehen schon in den Gruppenspielen für alle Teilnehmer einige Schauplatzwechsel auf dem Programm. Im sportlichen Erfolgsfall sind noch weitere interessante Reisen in Städte und Stadien möglich, am Ende könnten es insgesamt sieben Orte werden, in denen sich die Fanreisenden zusammen mit dem Tross der Deutschen Elf auf Entdeckungstour begeben. Deswegen haben wir uns entschlossen, euch jeden Spielort des Staates am Kap der Guten Hoffnung vorzustellen.
In einer ersten Übersicht findet ihr einen kurzen Steckbrief aller „Host Cities“. Diese Daten werden wir im Laufe der Zeit mit weiteren touristischen Informationen über die Stadt ergänzen. Auch Infos über die Fanzonen, das Angebot sowie die genaue Lage werdet ihr hier finden. Natürlich gehört bei einer WM zu jeder Stadt das Stadion oder, wie im Fall von Johannesburg, auch zwei. Die Infos zu den Spielstätten werden wir im Laufe der Zeit mit weiteren Daten angereichert. Wir werden von Einheimischen Ausflugs-, Besichtigungs- und Insidertipps für die Spielorte des deutschen Teams einholen.
Sag mir deinen Namen …
– und verwirr mich. Euch ist vielleicht schon aufgefallen, dass manche der südafrikanischen Spielorte zwei Namen haben. Mangaung heißt auch Bloemfontein, Pretoria auch Tshwane und umgekehrt. Wie das kommt? Mit dem Ende des Apartheidsregimes hat auch eine Umbenennung von Städten und Regionen begonnen, um die (meist burischen) Namen zu ersetzen, die an diese Zeit und die Unterdrückung der Schwarzen erinnern: Aus Pietersburg wurde zum Beispiel Polokwane. Zum Teil ging und geht dies auch mit Reformen der Verwaltungsbezirke einher. So wurde die Stadt Port Elizabeth zusammen mit Uitenhage und Despatch 2001 zum Distrikt Nelson Mandela Bay zusammengelegt und die WM wird nun genutzt, um diesen neuen Namen stärker zu promoten. Etwas anders ist es mit der Namensgeschichte von Bloemfontein, dessen niederländischer bzw. burischer Ursprung ja leicht zu erkennen ist. Mangaung ist zwar auch der Name der (größeren) Gemeinde, aber zugleich der Name der Stadt in der Bantusprache. In Pretoria wurde die Umbenennung in Tshwane beschlossen, die auch mit einer Eingemeindung von Townships, die ehemals außerhalb der „weißen“ Stadt lagen, verbunden war. Um diese Umbenennungen und Veränderungen gibt es – natürlich – Auseinandersetzungen, in Tshwane etwa protestierten Einwohner dagegen. Auch in Nelspruit ist ein ähnlicher Prozess im Gange, d. h. eine Eingliederung der Townships und eine Umbenennung in einen afrikanischen Namen, in diesem Fall Mbombela. Allerdings vermutlich noch nicht während der WM.
Wir haben uns entschlossen, bei der Benennung dem Beispiel der FIFA zu folgen (ja, tatsächlich …): Zur besseren Orientierung verwenden wir häufiger beide Bezeichnungen, wie etwa in der Navigationsleiste, in den Texten dann aber meist die neuen Namen. Ein Zugeständnis an deutsche Lesegewohnheiten machen wir allerdings: Wir schreiben Kapstadt und nicht Cape Town.








